Warum Unternehmer-BVG anders ist
Bei Unternehmern ist der Lohn oft gestaltbar. Genau dadurch werden BVG und Vorsorge komplexer: versicherter Lohn, Koordinationsabzug, Sparbeiträge, Risikoleistungen, Einkaufsmöglichkeiten und 1e-Themen können zusammenhängen.
ThatDay prüft nicht nur, ob “mehr BVG” möglich ist. Wir prüfen, ob die Struktur zur Firma, Familie, Liquidität und Pension passt.
Die wichtigste Frage ist nicht: Wie viel kann ich maximal einzahlen? Die wichtigere Frage ist: Welche Verantwortung trägt mein Einkommen heute, und was soll am Tag passieren, an dem ich nicht wie geplant weiterarbeiten, verkaufen oder in Pension gehen kann?
Die entscheidenden Prüfbereiche
- Versicherter Lohn und Lohnstrategie.
- Risikoleistungen bei Tod und Erwerbsunfähigkeit.
- Einkaufspotenzial und steuerliche Wirkung.
- Zusammenspiel mit Säule 3a, Risikoleben und privater Liquidität.
- Optionen für Kader- oder 1e-Lösungen.
Die Unterlagen, die wir zuerst lesen
| Unterlage | Was daraus sichtbar wird | Typische Broker-Frage |
|---|---|---|
| BVG-Ausweis | Versicherter Lohn, Altersguthaben, Sparbeiträge, Invaliden- und Todesfallleistungen. | Passt der versicherte Lohn wirklich zur wirtschaftlichen Verantwortung? |
| Vorsorgereglement | Koordinationslogik, Begünstigung, Einkauf, Kapitalbezug, Risikoleistungen und Kosten. | Welche Regel würde im Ernstfall entscheiden? |
| Lohn- und Firmenstruktur | Wie Einkommen, Dividende, Liquidität und Sozialversicherung zusammenspielen. | Ist die Lösung steuerlich attraktiv, aber privat zu schwach? |
| Bestehende 3a und Risiko-Policen | Ob private Vorsorge Lücken füllt oder nur parallel läuft. | Gibt es Doppelungen, Lücken oder unklare Begünstigung? |
Der Tag, an dem BVG plötzlich konkret wird
BVG wirkt abstrakt, solange es nur ein Ausweis ist. Konkret wird es bei Krankheit, Invalidität, Tod, Firmenverkauf oder Pension. Dann zählt, was versichert war, welche Begünstigungen gelten und ob die private Vorsorge die Lücken füllt.
Genau hier unterscheiden sich schöne Planwerte von tragfähiger Vorsorge. Eine hohe Sparquote hilft wenig, wenn die Familie im Todesfall falsch begünstigt ist. Ein Steuervorteil hilft wenig, wenn die Firma dadurch zu wenig Liquidität behält. Und eine Einkaufsmöglichkeit ist nur dann gut, wenn der Zeitpunkt, die Sperrfristen und der Pensionierungsplan passen.
BVG, Säule 3a und Risikoleben nicht getrennt entscheiden
Viele Unternehmer führen drei Gespräche: eines über die Pensionskasse, eines über 3a und eines über Risiko. Dadurch entstehen oft saubere Einzelteile, aber kein klares Setup. ThatDay dreht die Reihenfolge um. Erst Verantwortung, Familie, Firma, Einkommen und Pension. Dann erst Produktstruktur.
Wenn Kinder, Hypothek, Mitarbeitende oder Firmenkredit am Einkommen hängen, muss die Risikoseite mindestens gleich ernst genommen werden wie Einkauf und Sparbeiträge. Für den Tag, der hoffentlich nie kommt, zählt nicht die schönste Steueroptimierung, sondern die Kombination aus Liquidität, Leistungen und klarer Begünstigung.
Review-Ergebnis
| Ergebnis | Was es bedeutet |
|---|---|
| Bestehende Lösung reicht | Die Struktur ist solide und muss nur verstanden oder dokumentiert werden. |
| Risikoleistungen anpassen | Tod, Invalidität oder Familie sind nicht passend abgesichert. |
| Sparplan oder Einkauf prüfen | Steuer- und Pensionierungslogik könnten sinnvoll gestaltet werden. |
| 1e prüfen | Für hohe Lohnanteile kann eine separate Kadervorsorge relevant sein. |
Wann wir eher bremsen
Ein guter BVG-Review darf auch sagen: noch nicht, nicht so oder zuerst anders. Wir werden vorsichtig, wenn die private Liquidität dünn ist, der Firmenverkauf unklar bleibt, der Anlagehorizont kurz ist oder die Risikoleistungen nicht zur Familie passen.
Auch ein Einkauf kurz vor einem geplanten Kapitalbezug muss sauber geprüft werden. Nicht jede steuerlich attraktive Bewegung ist im Gesamtkontext ruhig. Unser Ziel ist eine Struktur, die verständlich bleibt, wenn sie gebraucht wird.
Häufige Fragen
Warum ist BVG für Unternehmer ein eigenes Thema?
Weil Lohnstruktur, Firma, Risiko, Steuerplanung, Einkauf, Kadervorsorge und private Vorsorge zusammenwirken können.
Soll jeder Unternehmer einen BVG-Anschluss optimieren?
Nicht pauschal. Entscheidend sind Rechtsform, Einkommen, Mitarbeitende, Familie, Liquidität und Pensionierungsziel.
Was prüft ThatDay beim BVG-Ausweis?
Versicherter Lohn, Sparbeiträge, Risikoleistungen, Einkaufspotenzial, Kosten, Begünstigung und Zusammenspiel mit 3a und Risikoleben.
Ist ein BVG-Einkauf immer sinnvoll?
Nein. Einkauf, Liquidität, Sperrfristen, Pensionierungsplan, Steuern und private Reserven müssen zusammen geprüft werden.
Wann gehört 1e in die Prüfung?
Wenn hohe Lohnanteile, Kadervorsorge, Anlagefreiheit oder steuerliche Struktur relevant werden. 1e ist aber nur sinnvoll, wenn auch Risiko und Zeithorizont passen.
Kann die Empfehlung sein, meine bestehende Lösung zu behalten?
Ja. Gerade bei Zusatzversicherungen, alten Rechten oder Vorsorgebausteinen kann Behalten sinnvoller sein als ein schneller Wechsel.
Ist ThatDay ein Versicherer?
Nein. ThatDay ist eine Beratungs- und Broker-Marke unter Lang + Partner | Finanzdienstleistungen GmbH, FINMA F01067278. Wir vergleichen Anbieter und Bedingungen aus Kundensicht.
Geht es bei ThatDay um die billigste Prämie?
Nein. Prämien sind wichtig, aber der Kern ist ein passendes Setup für Gesundheit, Vorsorge, Familie und Einkommen.
Wichtige Grenze
ThatDay gibt keine medizinische Beratung, keine Diagnose und keine Behandlungs- oder Leistungsversprechen. Wir prüfen Versicherungsbedingungen, Antragslogik, Timing, bestehende Rechte und mögliche Risiken eines Wechsels.